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Good Mourning.

Ich muss los. Leider. Nach Stuttgart. Dort bekomme ich heute etwas überreicht. Deswegen kann ich nicht mehr bis zum Festivalende bleiben. Ich werde den letzten Abend verpassen. Das ist natürlich kacke. Aber geht wirklich nicht anders. Meine Koffer sind gepackt und ich bin traurig. Zack. Vorbei wieder alles. Naja für mich. Ihr wart toll. Ihr habt alles gegeben. Im Zuschauerraum und auf der Bühne. Vor euren Bildschirmen und auf den Straßen. Ich auch. Aber an der Tastatur.

Ich grüße meine Großeltern, die gar keinen Computer haben und dies nie lesen werden, ich grüße meine treuen LeserInnen. Und Les Barbies Luxembourgeoise.

Natürlich kommt noch was nach, in den nächsten Tagen. Ich schulde euch noch ein paar Interviews. Mit Meriam zum Beispiel. Und Beto…

Es war mir eine Freude.

INKOMA MEIRI MÖGAR.

Eure
Niagara Kate

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Jack Daniels - ein Interview mit Felipe Carbezas

Felipe Cabezas stand gestern in der Bananenfabrik mit seinem Stück Inferno auf der Bühne. Er ist in Chile geboren und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Barcelona, Spanien. Dort hat er im März diesen Jahres ein Theater eröffnet, das Sala Fenix. Nach der Vorstellung habe ich ihn für euch befragt und das war gar nicht so leicht, weil wir keine gemeinsame Sprache hatten. Er stümperte sich durchs Englisch, ich mich durch Italienisch…

Niagara Kate: Marx oder Gandhi?
Felipe Cabezas: Marx
Niagara Kate: Ist es dein erstes Mal in Luxemburg?
Felipe Cabezas: Ja. Das erste Mal.
Niagara Kate: Und wenn du Luxemburg mit einem Wort beschreiben müsstest?
Felipe Cabezas: Contrast. (Er hat wohl auch die Broschüre über die Stadt bekommen)
Niagara Kate: Und wenn du Chile mit einem Wort beschreiben müsstest?
Felipe Cabezas: far
Niagara Kate: Und Barcelona?
Felipe Cabezas: Little big city.
Niagara Kate: Hast du einen Herzenswunsch?
Felipe Cabezas: Ja! Theater jeden Tag!
Niagara Kate: Dein Lieblingsplatz?
Felipe Cabezas: Mein Zuhause. Bei meiner Familie. (er zeigt auch seine sehr schwangere Frau) Mit meiner Frau und meinen Kindern.
Niagara Kate: Was liebst du?
Felipe Cabezas: Meine Familie. Meine Arbeit.
Niagara Kate: Was ist dein Lieblingsgetränk?
Felipe Cabezas: Jack Daniels!
Niagara Kate: Warum machst du Theater?
Felipe Cabezas: Es ist die einzige Sache, die ich machen möchte. 
Niagara Kate: Du fährst morgen wieder. Wohin gehts?
Felipe Cabezas: Nach Barcelona. Wir haben gerade im März unser eigenes Theater eröffnet, die Spielzeit geht noch bis Mitte August. Dann haben wir Pause und im Oktober bin ich dann mit Inferno auf der eigenen Bühne.
Niagara Kate: Danke für das Interview.
Felipe Cabezas: Gerne.

Das ist er. Ohne Maske.

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Felipe

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El Gacho- ein Interview mit Jérôme Konen

Neulich haben wir ihn El Gacho getauft. Eine Mischung aus zwei Worten mit denen er sich selbst beschrieben hat. Gay und Macho. Aber er ist noch viel mehr: Seit 4 Jahren organisiert Jérôme Konen tapfer das Fundamental Monodrama Festival mit. Er fährt herum und schaut sich Produktionen an, programmiert zusammen mit Steve Karier das Festival, ist für den ganzen Kommunikativen Anteil zuständig. Nebenbei macht er auch noch Regiearbeiten, inszeniert Lesungen und Performances im MUDAM und was-weiß-ich-nicht-alles. Er schläft wenig. Aber er ist noch jung. Da geht das noch.

Niagara Kate: Auf einer Skala von 0-10, wie erschöpft bist du?
Jérôme Konen: 10 ist total erschöpft?
Niagara Kate: Ja.
Jérôme Konen: Heute 3.
Niagara Kate: Morgen ist hier die Aufführung von einem Stück bei dem du Regie geführt hast. Wie aufgeret bist  du auf einer Skala von 0-10?
Jérôme Konen: Ich vertraue meiner Darstellerin 
Valérie  total. Darum 0.
Niagara Kate: Marx oder Gandhi?
Jérôme Konen: Gandhi.
Niagara Kate: Du wurdest in Luxemburg geboren?
Jérôme Konen: Ja.
Niagara Kate: Wenn du es mit einem Wort beschreiben müsstest?
Jérôme Konen: Permanenter Fluchtgedanke. Sind 2 Worte, ich weiß.
Niagara Kate: Hast du einen Lieblingsort?
Jérôme Konen: Im Moment: Mein Bett.
Niagara Kate: Ich glaub das hast du letztes Jahr auch schon gesagt.
Jérôme Konen: Ja. Stimmt.
Niagara Kate: Hast du einen Herzenswunsch?
Jérôme Konen: Ich glaube, das habe ich letztes Jahr auch schon gesagt: Ich möchte meine Arbeit und mein Privatleben besser miteinander vereinbaren können. Daneben möchte ich mehr Courage haben, zu machen, was ich wirklich machen will, und nicht aus reiner Verpflichtung heraus zu arbeiten.
Niagara Kate: Was liebst du?
Jérôme Konen: Unkomplizierte, spontane Bekanntschaften zu machen. Klingt echt bescheuert, aber ich stehe dazu. Zum Beispiel auf diesem Festival. Ich treffe so viele unterschiedliche Leute, die ich vielleicht nie wiedersehe, ich mag das irgendwie.
Niagara Kate: Wie würdest du deine Arbeit beschreiben?
Jérôme Konen: Verlangt einem viel ab, aber gibt einem sehr viel zurück.
Niagara Kate: Und als Berufsfeld?
Jérôme Konen: Ich versuche Ordnung in Chaos zu bringen.
Niagara Kate: Oke. Deine wievielte Regie ist Les règles du savoir-vivre dans la société moderne?
Jérôme Konen: Meine 2. wenn du all die Sachen im MUDAM nicht mitzählst. Wenn du die Lesungen und Performances, die ich da regelmäßig organisiere mitzählst, dann ist es die 18.
Niagara Kate: Was ist dein Lieblingsgetränk?
Jérôme Konen: Cola Zero. 1,5 Liter am Tag.
Niagara Kate: Das ist aber nicht gut für den Magen.
Jérôme Konen: Ich weiß.
Niagara Kate: Danke für das Interview.
Jérôme Konen: Sehr gerne.

Er wollte das so. Ich habe ihn nicht gezwungen:

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Belle Ile en Mer - Interview mit Sophie Langevin

Sophie Langevin kniet jeden Abend des Festivals in der Installation Truth Box von Meriam Bousselmi und beichtet sich einen ab. Gestern hab ich sie mir für ein Interview geschnappt. Sophie ist in Karthago, Tunesien geboren hat in Luxemburg, Belgien und Frankreich gelebt, seit 3 Jahren ist sie zurück in Luxemburg Stadt und arbeitet hier als Schauspielerin.

Niagara Kate: Marx oder Gandhi?
Sophie Langevin: Gandhi.
Niagara Kate: Wenn du Kathargo mit einem Wort beschreiben müsstest?
Sophie Langevin: Vogelkäfig.
Niagara Kate: Und Luxemburg mit einem Wort?
Sophie Langevin: Winzig.
Niagara Kate: Frankreich?
Sophie Langevin: Grande gueule. Nee. Gueule depressive.
Niagara Kate: Und Belgien?
Sophie Langevin: Komplex.
Niagara Kate: Hast du einen Herzenswunsch?
Sophie Langevin: I want the world to be intelligent.
Niagara Kate: Warum hast du dir diesen beschissenen Beruf ausgesucht: Schlechte Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung, ständig umziehen, unsichere Arbeitsverhälnisse, es ist schwierig Beziehungen aufrecht zu erhalten…. 
Sophie Langevin: Ich habe sehr jung angefangen, Etwa mit 8 oder 9. Ich war neugierig und bin es immer noch. Dieser Beruf gibt mir immer noch Emotionen und Reaktionen. Und ich sehe nicht die selben Gesichter jeden Tag. Ich muss nicht 10 Jahre lang ein und das selbe Kollegengesicht vor mir ertragen. Ich habe das große Geschenk, mit dem Beruf Fragen fragen zu können. Große Fragen. Intensive Fragen. Und ja, es ist schwer und hart und anstrengend und narzistisch und egoistisch und alles das, was du gesagt hast… Manchmal denke ich, es ist zu viel Ego, aber dann denke ich, dass ich noch immer daran glaube.
Niagara Kate: Hast du einen Lieblingsort?
Sophie Langevin: wie aus der Pistole Belle Ile en Mer. Meine Eltern haben da ein Haus. Das ist mein kleines Paradies. Es ist wunderwunderschön. Nach drei Tagen fühlst du dich schon so, als wärst du 10 Tage da. Kennst du die Bretagne? Ruf mich an wenn du mal hin willst.
Niagara Kate: Wirklich?
Sophie Langevin: Wirklich.
Niagara Kate
: Wow. Danke. Und hast du ein Lieblingsgetränk?
Sophie Langevin: Whisky. Schottischer. 
Niagara Kate: Sigle Malt? Welche Marke?
Sophie Langevin: Lagavulin. 16jähriger. 
Niagara Kate: Sophie, vielen Dank für das Interview.
Sophie Langevin: Sehr gerne.   

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Sophie.

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Ein höllischer Wirbelwind - Inferno in der Bananenfabrik

INFERNO

De et avec Felipe Cabezas Mise en scène Berty Tovías Coordination acrobatique Alberto Feliciate Création musicale Marco Chiaperotti Costumes Isabella Pintani Création lumières Edgard Paulino

Gestern gab es Theater aus Spanien zu sehen. Und zwar vom in Barcelona lebenden Chilenen Felipe Cabezas. Er hat im März diesen Jahres ein eigenes Theater gegründet, das Sala Fenix, wo seine Ein-Mann-Commedia del Arte-Show Inferno ab Oktober regelmäßig zu sehen sein wird.  

Die Bühne ist dunkel und leer. Wir sitzen. Es kommt dramatische Klaviermusik vom Band und der Schauspieler Felipe Cabezas wuchtet in mittelalterlicher Kluft eine Holzkiste auf die Bühne. In deren Mitte angekommen, braucht er erstmal einen Schnaps und ruft nach Arlecchino. Wir begreifen schnell: Jetzt kommt Commedia del Arte, jetzt kommen nicht nur Tristano Martinelli, sondern auch Arlecchino, Rocco, der Vecchio und alle anderen auch. Wie ein Wirbelwind aus der Inferno-Hölle springt, kugelt, radschlagt, prügelt, sich Felipe Cabrezas mit dem ihm größtmöglichen Körpereinsatz über die Bühne, und erweckt die gesamte Personage der italienischen Theatertradition zum Leben. Und immer wenn man denkt, jetzt sei die Geschichte vorbei, zieht er noch ein Ass aus dem Ärmel und schlüpft in das nächste Kostüm, setzt noch einmal die Maske auf, prügelt sich noch einmal mit sich selbst, macht noch einen schwergewichtigen Radschlag, Furzgeräusche oder formt mit seinen Händen Colaflaschen. Ach, nee, das sollen Frauenkörper sein. Verzeihung. Mein Spanisch ist beschränkt und die Obertitel sind Französisch. Manchmal muss ich an Mittelaltermärkte denken. Und an Marcel Marceau.

Felipe Cabezas pantomimischen Fähigkeiten laufen zu Höchstform auf, als er einen Jahrmarkt ohne Jahrmarkt darstellt, oder einen Schinken, der in einem Tresor eingeschlossen ist oder eine Fliege, die er verschluckt.

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ich hatte keinen Zugang zu diesem Werk. Und Felipe Cabezas als Schauspieler schien mir vielmehr zu zeigen: Schau, wie gut ich das kann, ich hab sehr viele Workshops gemacht. Doch mir waren seine Impulse zu langsam, die Wendungen zu vorhersehbar. Es mag daran liegen, dass ich ungebildet bin, denn mit Commedia del Arte kenne ich mich nicht aus, aber ich war wahrlich überrascht, als das überwiegend spanische Publikum großzügig applaudierte.

Oke. Wieder was gelernt. Lieber einen Schinken im Tresor, als ein Inferno an der Backe.

Es schaute für euch
eure
Niagara Kate 

© Simone Branchini

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Niagara Kates Kopfdialoge

Grüner Schwan an weiße Ente. Ein Stereodrama am WalkieTalkie#22 

 …krchkrchkrch… Weiße Ente, bitte kommen…knister… I hear you, Grüner Schwan… rauschschsch… Guck mal die Kate an… chichichch… Wassn mit der los?…. kchkhckch… Kaputt. Geht nicht mehr. Komm, wir tauschen sie um. …schschsch… Ich glaub, sie hat das spanische Inferno nicht überlebt.… knisterkrchk… Das war ja auch sehr... chhhh Schlimm?chchch… Oder es war ihre Beichte.…chchch… Die Beichte war cool. Ich sach nur: BORING. …. Ja. Da hat sie echt alles rausgelassen, was?….fchfchfch Wie kriegen wir die denn jetzt repariert? Das Festival ist doch noch gar nicht vorbei. ….raschel… Tocktock. Hallo? …fschfschsfhhhh…Niagara Kate? …knister Aufstehen. … raschelraschelDu must arbeiten. Ran an die Tastatur. … ssssschch… Och Mensch. Sie ist kaputt. Wir tauschen sie um… chchchc…. Wir brauchen den Niagara-Kate-Repair-Man ... fchfchch… Ich könnte mir den Umhang vom Inferno klauen und der Repairman sein. krkkkrkrk…Lass ma. Ich habe gerade die Aufzeichnungen von gestern gefunden.… rausch Und? Was steht da? chchch.. Ich glaube das hier heißt: die Hölle: el effecto surprisa. …. chchchch… ….. Vielleicht braucht sie einen Tee? Komm putputput Kate, wir machen uns einen Tee fchfchfch Augenblicke der Freude. sssshhhhhhh…Was?…. schssss Steht auf der Packung.. Weißt du noch der Spanier aus dem letzten Jahr? … Der mit dem Schweineherz auf der Bühne? Ja. ….Oh Gott. chchchchch…. Kate, komm schon Mund auf, Tee rein, Augenblicke der Freude rein. …. Die rührt sich gar nicht. Meinst du sie ist….? …chch… Nee, die atmet noch. … fchfchfch… Wir könnten ihr einen Bart anmalen…. Auja. Komm.Gute Idee… knackknack

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(Quelle: fundamental.lu)

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Jérôme.

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Danke, Agata.

Danke, Agata.

Video

Beto.

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Lieber Grand Duc,

ich werde heute in der Truth Box sein und für Sie beichten. Das harte Leben einer Festival-Bloggerin hinterläßt Abdrücke in einer empfindsamen Seele. Eigentlich würde ich Ihnen das alles gerne ins Ohr flüstern.

Keine Angst, da sind Trenngitterstäbe aus Holz dazwischen. Man kann sich eigentlich gar nicht richtig sehen. Aber unanständige Sachen sagen. Oder traurige. Oder tiefe. Oder lauernde. Oder frustrierte.

Ich finde, es ist eigentlich für uns das perfekte Rendevous und ich würde mich freuen, wenn Sie mir heute oder morgen die Beichte abnähmen. Ab 19 Uhr in der Bananenfabrik.

Ihre
ergebene
Niagara Kate

Beichtfüße von Martin Enger

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Im ersten Leben Professor - Interview mit Eric Affocou

Gestern ist er noch über die Bühne gewirbelt, hat die Nacht durchgetanzt, wir haben uns heute getroffen. Unter freiem Himmel. Eric Affocou lebt und arbeitet in Niamey der Hauptstadt von Niger in Westafrika. Er ist im Ensemble des Arène Theaters, das sich um den Autor und Regisseur Alfred Dogbé gegründet hat, der letztes Jahr verstarb. Sein Tod hinterließ eine große Lücke in der westafrikanischen Theaterszene. Beto und Eric sind Schüler von Alfred gewesen und machen weiter. Mit dem Theater. Auch wenn dazu fast alle Mittel fehlen.

Niagara Kate: Ich stelle allen Schauspielern die selben Fragen. Die Leute wechseln, die Fragen bleiben.
Eric Affocou: Gute Idee.
Niagra Kate: Es geht los: Marx oder Gandhi?
Eric Affocou: Wiebitte?
Niagara Kate: Karl Marx oder Mahatma Gandhi.
Eric Affocou: Gandhi, der Inder?
Niagara Kate: Ja genau.
Eric Affocou: Und Marx?
Niagara Kate: Ja.
Eric Affocou: Marx. Marxmarxmarxmarx. Das war doch der, der gesagt hat, dass das Proletariat über die Bourgeoise herrschen soll.
Niagara Kate: Genau. Wenn du zwischen den beiden wählen müsstest?
Eric Affocou: Ich sehe Gandhi als Weiterentwicklung, weil Marx und keinen Weg aufgezeigt hat. Ich glaube, die Zeiten der Waffen sind vorbei, wir sind die Waffe, wir können uns auf den Weg machen, mit den Worten in unseren Mündern, gemeinsam.
Niagara Kate: Also Gandhi?
Eric Affocou: Beide sind auf der Seite der Unterdrückten.
Niagara Kate: Und wenn du dich entschieden müsstest?
Eric Affocou: Dann Gandhi.
Niagara Kate: Ist das dein erstes Mal in Luxemburg?
Eric Affocou: Ja. Es ist mein erstes Mal in Europa überhaupt. Weißt du, bei der Einreise hatten wir in Paris Visa-Probleme und wurden festgehalten. Wir wurden befragt und ich musste alle Fragen mit 1. Mal beantworten, das war sehr lustig.
Niagara Kate: Wenn du Luxemburg mit einem Wort beschreiben müsstest?
Eric Affocou: Schöne Stadt. Alle sind so freundlich, ich fühle mich wirklich sehr wohl hier. Einmal, das war 2005, da war ich in Algier, da konntest du nichtmal jemandem in die Augen sehen ohne, dass du gleich angemacht wurdest, da hatte ich zwischendurch richtig Angst, hier, hier ist es so angenehm, ich komme wirklich zu mir, es ist sehr schön hier.
Niagara Kate: Und wenn du Niamey beschreiben müsstest?
Eric Affocou: Zuhause.
Niagara Kate: Hast du einen Herzenswunsch?
Eric Affocou: Ja, darf ich ihn sagen?
Niagara Kate: Ja, klar.
Eric Affocou: Ich möchte als Schauspieler in meinem Beruf wachsen.
Niagara Kate: Ist das euer Stil, der Komödienstil des Ensembles, mit dem du gestern aufgetreten bist?
Eric Affocou: Es ist etwas sehr eigenes. Großes. Wenn du es vergleichst mit zum Beispiel dem was Patrick Corrilon gemacht hat mit seinem Tisch und den ganzen unglaublich tollen kleinen Sachen, das würden die Leute bei uns nicht angucken, weil der sich ja nur um den Tisch herum bewegt hat, da würden sich die Leute bei uns langweilen, die würden denken, der arbeitet ja gar nicht, der bewegt sich nicht auf der Bühne. Also nehmen wir uns die ganze Bühne.
Niagara Kate: Was liebst du?
Eric Affocou: Das Leben.
Niagara Kate: Und dein Lieblingsgetränk?
Eric Affocou: Wasser.
Niagara Kate: Warum hast du dir diesen schwierigen Beruf ausgesucht?
Eric Affocou: Aus Leidenschaft. Ich liebe das Theater, ich fühle mich auf der Bühne am wohlsten. Mein Vater hat 2 Jahre nicht mehr mit mir geredet, nachdem ich meine Professur aufgegeben habe, um professionell Theater zu spielen.
Niagara Kate: Seit wann machst Du professionelles Theater?
Eric Affocou: Seit 2002. Davor auch schon, aber nicht ausschließlich.
Niagara Kate: Was ist dein Lieblingsort?
Eric Affocou: Das Theater.
Niagara Kate: Danke für das Interview.
Eric Affocou: Was? Schon vorbei? Das ging ja schnell.

(Quelle: fundamental.lu)

Photoset

surreales Theater

(Quelle: fundamental.lu)

Tags: niagara kate
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Liebe kleine graue Wolke,

aufhören, bitte.

Ich kann keinen Regen mehr sehen. Ich will nicht mehr. Verzieh dich. Hau ab. Es reicht. Du machst mir schlechte Laune.

Danke.

Deine
Kate Bush hörende
Niagara Kate 

(Quelle: fundamental.lu)